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Fortsetzung von S. 29
Welche Rolle spielen Themen wie Social Media
heute im Familienalltag?
„Social Media ist aus dem Familienalltag heute
nicht mehr wegzudenken. Jugendliche wachsen
in einer Welt auf, die sehr schnell, sehr laut und
voller Einflüsse ist. Da prasseln ständig Bilder,
Vergleiche und Erwartungen auf sie ein. Das
macht was mit ihnen. Vor allem entsteht ein großer Druck, mithalten zu müssen, dazuzugehören
und ein bestimmtes Bild von sich zu zeigen. Dazu
kommt der Leistungsdruck, in der Schule und in
Bezug auf ihre Zukunft.
Für Eltern ist das nicht leicht. Sie merken, dass
sich ihr Kind verändert, vielleicht zurückzieht
oder gereizter ist, wissen aber oft gar nicht genau, was der eigentliche Grund ist. Sie wollen da
sein, müssen aber erst mal selbst verstehen, in
welcher Welt ihr Kind da eigentlich aufwächst.“
Was macht die Online-Vortragsreihe und Ihre
Coaching-Angebote besonders – und warum
funktionieren gerade diese Formate so gut?
„Online-Formate funktionieren vor allem deshalb
gut, weil sie so leicht zugänglich sind. Es gibt
keinen Weg, keinen großen Organisationsaufwand. Man kann sich einfach von zu Hause aus
dazuschalten. Für viele ist das am Ende genau
der Punkt, ob sie ein Angebot wahrnehmen oder
eben nicht.
Und die Hemmschwelle ist tatsächlich niedriger.
Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb –
entsteht oft eine gute Nähe und auch Vertrauen.
Für mich ist eigentlich nur wichtig, dass Eltern
sich gesehen fühlen und gestärkt da rausgehen.“
Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit
mit weiteren Referent*innen für den Erfolg des
Eltern-Coachings?
„Über den Familienalltag hinaus gibt es Themen, die besondere Aufmerksamkeit brauchen,
zum Beispiel Drogen, Mobbing oder digitale
Risiken. Dafür holen wir weitere Referent*innen
und Expert*innen dazu, die Eltern genau dafür
sensibilisieren.“
In welcher Weise oder in welchen Bereichen
wird sich das Eltern-Coaching in den kommenden Jahren (womöglich) weiterentwickeln?
„Ich sehe die Zukunft des Eltern-Coachings ganz
klar in einem flexiblen, skalierbaren Begleitangebot für Eltern im digitalen Raum. Der große Vorteil ist, dass es mit neuen Kooperationsschulen
mitwachsen kann. Denkbar wäre zum Beispiel
eine Online-Plattform mit Vorträgen, Video-Impulsen und einer Themenbibliothek. Wichtig ist,
dass das Angebot niedrigschwellig bleibt und
jederzeit abrufbar ist. Ergänzend dazu braucht es
aber weiter Live-Calls, also Räume für Austausch
und Fragen.“
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der
Mentor Stiftung – und für die Jugendlichen und
Familien, die an den Programmen teilnehmen?
„Ich wünsche mir, dass sich die Programme
weiter etablieren und noch sichtbarer wird, was
sie bewirken. Und ich wünsche mir, dass die
Mentor*innen positiv in ihrem Umfeld wirken.“
Das Gespräch führte Lena Felsen
von Schindler Parent.
Alle Termine und Informationen zu unseren
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sich auf mentorstiftung.de/fuereltern