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Eltern stärken in
turbulenten Zeiten:
ein Jahrzehnt
Eltern-Coaching
Seit ihren Anfängen unterstützt die Mentor Stiftung Mütter und
Väter in der herausfordernden Zeit der Pubertät. Im Gespräch mit
Susanne Hübschle geht es um die Entwicklung des Programms
und um die Frage, was Eltern heute brauchen, um Jugendliche gut
durch diese Lebensphase zu begleiten.
Frau Hübschle, wie hat sich das Eltern-Coaching der Mentor Stiftung in den vergangenen
zehn Jahren entwickelt?
„Angefangen hat alles mit dem Elternvortrag
‚Turbulente Zeiten – Pubertät‘. Zuerst waren wir
damit eher lose an einzelnen Schulen unterwegs. Daraus sind dann allmählich feste
Kooperationen entstanden. Gleichzeitig haben
wir das Angebot Schritt für Schritt erweitert, bis
daraus eine sechsteilige Vortragsreihe wurde.
Und durch die Zusammenarbeit mit dem Hotel
47° in Konstanz kam später noch ein ganztägiger
Elternworkshop dazu.
Bis 2020 lief alles in Präsenz. Dann kam Corona,
und wir sind komplett ins Digitale gegangen.
Das war erst mal eine Notlösung. Aber wir sind
dabeigeblieben, weil wir gemerkt haben: So
erreichen wir einfach mehr Eltern. Heute bieten
wir die sechsteilige Online-Reihe ‚Pubertät verstehen‘ an. Sie findet jeden Herbst statt und wird
ab 2026 um weitere Fachvorträge von externen
Referent*innen ergänzt. Unser Ziel ist, Eltern
fast das ganze Jahr über Online-Vorträge anzubieten, nur in den Sommermonaten pausieren
wir. Dazu kommt ein dreimonatiger Online-Kurs,
der den früheren Präsenzworkshop ersetzt.
Er verbindet Videoinhalte mit begleitenden LiveCalls.“
Welche Themen oder Herausforderungen
von Eltern haben sich in dieser Zeit besonders
verändert?
„Die größte Veränderung in den letzten zehn
Jahren ist ganz klar die Digitalisierung. Mit dem
Smartphone hat sich das Leben von Jugendlichen massiv verändert. Freundschaften, soziale
Anerkennung, aber auch Konflikte – vieles spielt
sich heute online ab. Für die meisten Eltern ist
das schwer greifbar, weil sie selbst nicht mit dieser Welt aufgewachsen sind. Das verunsichert.
Da fragt man sich: Wie soll ich damit umgehen?
Genau da wollen wir ansetzen und mit konkreten
Tipps unterstützen.“